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125 Jahre Turnverein 1897 Rendel e. V.

Luca Barowski Süddeutscher Meister im Weitsprung

Luca Barowski Süddeutscher Meister im Weitsprung

Rendeler Talent mit nächstem Schritt – aber wo geht die Reise hin?

München, 3./4. Februar – Mit neuer persönlicher Bestleistung von 6,93 m im Weitsprung sicherte sich Luca Barowski bei den Süddeutschen U18-Hallenmeisterschaften in der Münchener Werner-von-Linde-Halle seinen ersten größeren Titel. Im selben Wettkampf holte der Zehnkämpfer des TV Rendel zudem auch Bronze über 60m Hürden.

Luca Barowski trotzte den ungünstigen Vorzeichen: Die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften zwei Wochen zuvor in der Leichtathletik-Halle in Frankfurt-Kalbach musste er verletzungsbedingt abbrechen, und nicht viel deutete darauf hin, dass er in München überhaupt an den Start gehen könnte. Doch gute Physiotherapeuten und eiserner Wille sorgten noch für eine zeitliche Punktlandung unmittelbar vor den Süddeutschen.
So war trotz eher spärlicher Meisterschaftsvorbereitung doch noch die Bühne bereitet: Nach einem ungültigen Sprung im 1. Versuch und einem Sicherheitssprung auf 6,44 m, mit dem sich Luca den Endkampf und damit drei weitere Sprünge sichern wollte, sorgte der Maintaler und Wahl-Rendeler in Sprung Nr. 3 für die frühe Entscheidung: An seinem Flug auf die persönliche Bestweite von 6,93 m bissen sich seine Mitstreiter auch im Endkampf die Zähne aus. Luca siegte am Ende verdient vor Jonas Jäckel (TV Oberstein, 6,79 m) und Benedikt Maurer (SV Germering, 6,67 m).
Die Leistung ist hoch zu bewerten: Angesichts der bereits skizzierten Vorgeschichte mit Verletzung des Hüftbeugers, durchaus erkennbarer technischer Reserven in der Anlaufgestaltung sowie der Tatsache, dass Luca als Mehrkämpfer bislang kein spezielles Weitsprung absolviert, erscheint auch ein Übertreffen der Europameisterschafts-Qualifikationsnorm von 7,10 m in der Sommersaison gut möglich. Was die Frage aufwirft, in welche Richtung sich das TVR-Talent, das auch zu den besten deutschen Mehrkämpfern seiner Altersklasse gehört, künftig aufstellt. Konzentriert er sich auf den Weitsprung? Oder bleibt er dem Mehrkampf treu? Oder setzt er den Fokus auf den Hürdensprint?
Auch das scheint möglich, sprintete Luca doch am zweiten Meisterschaftstag in 8,33 s noch zur Bronzemedaille über 60m Hürden hinter Benedikt Maurer (SC Gemering, 8,18 s) und Daniel Hehn (LG Sieg, 8,32 s), nachdem er aus dem Vorlauf sogar noch die schnellste Vorleistung mit ins Finale gebracht hatte.
Einstweilen plant Luca Barowski, die Saison als Mehrkämpfer weiterzubestreiten – ohne freilich das Ziel aus den Augen zu verlieren, die knappe Geodreieck-Länge bis zur Europameisterschaft im slowakischen Banská Bystrica noch zu überbrücken …

vom 05.02.2024