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Lorena Keil und Marc Tortell erreichen DM-Endlauf!

Lorena Keil und Marc Tortell erreichen DM-Endlauf!

Rendeler 1.500m-Läufer laufen in Jena Bestzeiten – Platz 7 für Marc Tortell

Jena, 1./2. August 2015 – Zufriedene Gesichter beim TV Rendel: Mit zwei Endlauf-Teilnahmen und Platz 7 bzw. Platz 10 kehrten die beiden 1.500m-Talente Marc Tortell und Lorena Keil von den nationalen Jugend-Titelkämpfen in Jena zurück.

Mit den Deutschen Jugendmeisterschaften im Ernst-Abbe-Stadion zu Jena wartete am ersten August-Wochenende der erklärte Saisonhöhepunkt auf die beiden bereits reichlich mit Hessenmeisterehren dekorierten Rendeler Lauf-Asse aus dem U20-Bereich, Lorena Keil und Marc Tortell.

Gerade für Marc Tortell war die Saison zuvor alles anderes als geradlinig verlaufen, musste er doch im Mai einen Monat wegen Schienbeinbeschwerden mit dem Training aussetzen; die geplante DM-Teilnahme schien in weite Ferne gerückt. Doch Marc kämpfte sich wieder heran und bestand bei den Hessenmeisterschaften in Gelnhausen mit einem erfolgreichen Doppelstart über 1.500m und 800m die Feuerprobe. Das Erreichen des Finales bei den „Deutschen“ schien da aber alles andere als selbstverständlich und das Höchste der Gefühle zu sein.

Was für eine Überraschung, als sich Marc dann aus den samstäglichen Vorläufen mit einem fulminanten Lauf, neuer persönlicher Bestzeit und der schnellsten Zeit aller Läufer in 3:54,85 min. an die Spitze der Konkurrenz katapultierte! Die Endlaufteilnahme war souverän eingetütet, und plötzlich schien für den blonden Klein-Karbener sogar eine Medaille greifbar nahe …

Doch im Endlauf werden die Karten neu gemischt – das wusste natürlich auch Marc, und im Finale am Folgetag entwickelte sich in der Tat ein vollkommen anderes Rennen. Nicht die Top-Zeit wie bei der Qualifikation in Konkurrenzsituation zwischen drei getrennten Läufen stand hier im Vordergrund, sondern die Top-Platzierung, sodass sich die Läufer in dichtem Pulk lange belauerten. Erst zu Beginn der letzten Runde begann sich das Feld auseinanderzuziehen, und hier war es, dass Marc, eingeschlossen zwischen mehreren Mitstreitern, den Anschluss nach ganz vorne verpasste. Dann kam auch noch Pech dazu: Als sich Marc im Schlusssprint anschickte, noch einige Plätze gutzumachen, bremste ihn eingangs der Zielgeraden der Sturz des direkt vor ihm befindlichen Läufers und warf ihn um mehrere entscheidende Meter zurück; Platz 7 in 4:03,51 min., drei Sekunden hinter Sieger Jamie Williamson von der LAC Quelle Fürth.

Doch auch mit Rang 7 waren Athleten und Trainer sehr einverstanden: „Die Saison war durch die Verletzung sehr schwierig für uns, sodass die Endlauf-Teilnahme ein Erfolg ist. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Marc auch noch im nächsten Jahr in der gleichen Altersklasse starten darf und dann vielleicht noch mehr drin ist.“ fasst seine Mutter und Trainerin Uta Tortell, selbst ehemals erfolgreiche Mittelstrecklerin, die Gemütslage zusammen.

Auch für das zweite Rendeler heiße Eisen im Feuer, die um ein halbes Jahr ältere Lorena Keil, ging es am Samstag zunächst darum, sich überhaupt erst einmal für das Kräftemessen der Besten zu qualifizieren. Die Vorzeichen waren schnell klar: Der erste der beiden Vorläufe war in 4:33,81 min. flott unterwegs gewesen, sodass sich Lorena im folgenden Lauf gewiss kein Trödeln erlauben durfte. Doch die Frankfurter Wahl-Rendelerin hielt dem Druck stand, hatte am Ende noch was zuzusetzen und erarbeitete sich in 4:39,59 min. als Gesamt-Sechste sicher und ohne Probleme einen der begehrten Plätze in der Startliste des Finals.

Wo sie dann auf ein bärenstarkes Teilnehmerfeld, u. a. mit der gerade mit EM-Bronze ausgezeichneten Überfliegerin Konstanze Klosterhalfen von Bayer Leverkusen treffen sollte; insgesamt eine andere Liga als im vergangenen Jahr, als Lorena in Wattenscheid noch Platz 6 bejubeln konnte. Das Tempo in diesem Finallauf war dann auch ganz wie erwartet von Anfang an enorm hoch, angeheizt von der entfesselten Konstanze Klosterhalfen, die ihrer Favoritenrolle voll gerecht wurde und konkurrenzlos der Goldmedaille entgegenstürmte. Lorena Keil lag bei den Zwischenzeiten deutlich unter ihrem eigenen Durchgangsplan – ein „Stress-Tempo“, das seinen Tribut auf der letzten Runde fordern sollte. Hier hatte Lorena nicht mehr viel zuzusetzen, sodass schließlich Platz 10 heraussprang – jedoch in neuer persönlicher Bestzeit von 4:37,90 min.!

Bei den Ergebnissen von Lorena und Marc handelt es sich um die Top-Ten-Plätze Nr. 3 und 4 für den TV Rendel bei Deutschen Meisterschaften 2015 – zuvor hatten bereits Hürdensprinter Espen Wick als 10. bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Wetzlar über 110m Hürden) und Marc Tortell als 9. bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften in Markt-Indersdorf die Rendeler Farben entsprechend erfolgreich vertreten. Dem TV Rendel ist es damit wieder gelungen, im „Konzert der großen Vereine“ ein paar laut und deutlich vernehmbare Töne mitzuspielen.

Die kompletten Ergebnisse der Deutschen Jugend-Leichtathletikmeisterschaften in Jena gibt es hier.

vom 04.08.2015