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Home-Training statt Trainingslager

Home-Training statt Trainingslager

Leichtathleten müssen kreativ werden

Die Corona-Pandemie stellt die Sportwelt auf den Kopf - kein Olympia und keine anderen sportlichen Großveranstaltungen mehr. Wie die Spitzensportler sind auch die TV Rendel Leichtathleten auf die Probe gestellt und zum Umdenken gezwungen. Olympia stand für uns zwar nicht auf dem Wettkampfplan, aber auch wir müssen Abstriche machen und unsere gesetzten Ziele vorerst verschieben. Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben und somit versuchen wir alles Mögliche, um diese Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Schweren Herzens mussten auch wir unser traditionelles Oster-Trainingslager
im kroatischen Medulin/Pula kurzfristig absagen. In diesem Jahr wären wir zum sechsten Mal in Folge
in dem wunderschönen Park Plaza Hotel am Meer eingekehrt, und hätten unsere Trainingseinheiten
auf den umliegenden Trainingsstätten absolviert. In dieser Krisensituation kann sich der Stand der
Dinge jedoch schnell ändern. Somit mussten wir widerwillig nach der Absage der Karbener
Grundschulmeisterschaften in diesem Jahr schon die zweite Tradition brechen.
Für uns bedeutet dies aber nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben, sondern das
Beste aus der Situation zu machen. In wenigen Wochen wären wir in die Wettkampfsaison gestartet
und hätten am Wochenende vom 2. und 3. Mai die Kreismeisterschaft am Stadion an der Waldhohl
ausgerichtet. Auch wenn wir nicht wissen, wann und ob überhaupt noch Wettkämpfe stattfinden
können, heißt es für uns weitestgehend fit zu bleiben. Die Trainer der jeweiligen Gruppen haben
Alternativtrainingsprogramme erstellt, die mehrmals in der Woche in WhatsApp-Gruppen mit den
Athleten geteilt werden. Neben Laufeinheiten, die glücklicherweise auf Wald und Wiese und ohne
Tartanbahn absolviert werden können, stehen kreative Ganzkörperkräftigungsübungen auf dem Plan.
Beispielsweise können Besenstäbe zur Stabilisation bei Kniebeugen genutzt werden und
Wasserkästen als Gewichte dienen. Uns wird schnell klar, dass wir kein vollausgestattetes
Fitnessstudio brauchen, um zu trainieren. Unter dem Motto „Not macht erfinderisch“ gestalten wir
unseren Alltag mit Einzel- beziehungsweise Zweiertraining. Wenn hierbei auch andere
Familienmitglieder eingebunden werden können, haben alle etwas davon. Zusammenhalt hat in
diesen Zeiten höchste Priorität und auch wenn wir uns momentan nicht wie gewohnt zum Training
treffen können, bleiben wir optimistisch, genießen das schöne Wetter und hoffen darauf, dass bald
wieder ein wenig Normalität einkehren wird.

vom 12.04.2020